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Leica

Von der analogen zu der digitalen Fotografie

30.11.2014

Jahrelang habe ich mit einer Nikon F3 und den entsprechenden Objektiven fotografiert. Als Film kamen die Diafilme Velvia 50 und Sensia 100 von Fuji zum Einsatz.

Hochspannung vom Abdrücken bis zum fertigen Bild.

Die digitale Kamera hat im Kleinbildformat die analoge jedoch schon lange abgelöst. Bei mir dauerte der Schritt in die heutigen "Instant-Zeit" ein wenig länger. Denn was ich am analogen Arbeitsablauf schätzte, war, dass hier noch ein Stück Abenteuer, aus den Anfängen der Fotografie übrig geblieben ist. Ich mochte diesen Rest an Ungewissheit darüber, ob das Bild richtig belichtet und der Bildausschnitt gut gewählt war. Die Spannung stieg zusätzlich, während des Wartens, bis der entwickelte Film aus dem Labor auf meinem Leuchttisch lag. Das verlieh dem ganzen Arbeitsablauf eine zusätzliche Intensität.

Das digitale Zeitalter.

Doch vor einem Jahr habe auch ich nun den Schritt ins digitale Zeitalter gemacht. Heute fotografiere ich mit einer Leica M. Als ich das erste Digitalbild auf meinem Bildschirm sah, war ich baff. Klarheit, Schärfe, getreue Farbwiedergabe, Schärfentiefe und Auflösung: Für mich hat sich hier punkto Bildqualität eine neue Welt aufgetan. Auch die Philosophie hinter meiner "M" beeindruckt mich. Die Objektive aus den sechziger Jahren, von der Optik her gibt es noch heute kaum was besseres, können nach wie vor problemlos verwendet werden. Mir gefällt es, wenn der "Wegwerfgedanke" nicht Teil einer Firmenstrategie ist. Die Handhabung ist intuitiv, die Programmvielfalt auf das Minimum beschränkt. So kann ich jederzeit, wie bei der analogen Fotografie, alle Einstellungen selber vornehmen.
Noch heute fotografiere ich recht diszipliniert. Ich fühle mich so lebendiger und nehme den Augenblick intensiver wahr. Nur sehr selten erliege ich der Versuchung der "Tausend Bilder vom Gleichen". Die Möglichkeit der unmittelbaren Überprüfbarkeit der Aufnahme, sowie die einfach Weiterverarbeitung der Bilder, möchte ich heute nicht mehr missen.

Qualität hat ihren Preis.

Ja, eine Leica ist teuer. Wobei, gerade was die Objektive anbetrifft weiss ich, dass ich sie dereinst wohl weitervererben kann. Der Gedanke dieser Zeitlosigkeit gibt mir ein gutes Gefühl und relativiert den Preis!
Natürlich gibt es auch erschwinglichere Kameras von Leica. Doch auch mit diesen hält man ein ausgezeichnetes Werkzeug in der Hand, hinter dem eine 100jährige grosse Tradition von Erfahrung, Wissen, Können und Liebe zur Perfektion steht.


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